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Sommerfest in der HPH Querfurt

Spiel, Spaß und gute Stimmung für alle.

Am 09.07.2026 war es wieder soweit. Bei strahlendem Sommerwetter versammelten sich die Beschäftigten, Mitarbeiter sowie zahlreiche Gäste der HPH Querfurt auf dem Außengelände, um gemeinsam das diesjährige Sommerfest zu feiern.



Nachdem Punkt neun Uhr der Startschuss fiel, begrüßte die Geschäftsführerin Frau Rotzsch, das zahlreiche Publikum herzlich und eröffnete schwungvoll das abwechslungsreiche Programm. Mit ihrer Moderation gab sie den vielen Akteuren eine Bühne.

Da wurde ein buntes Musiktheater geboten, Solisten gaben ein Ständchen auf ihrem Instrument, der Chor brachte bekannte Melodien zu Gehör und sogar die schnellste Rennschnecke wurde ermittelt.

Besonderes Interesse fand die Vorführung der Rettungshundestaffel Sachsen-Anhalt Süd e. V.. Die vierbeinigen Stars erledigten ihre Aufgaben mit Bravour und wurden mit viel Applaus und Leckerlies belohnt.



Auf dem gesamten Gelände der Behindertenwerkstatt gab es ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Mitmachaktionen. Ob bei lustigen Spielen, kleinen Wettbewerben oder gemeinsamen Aktivitäten – überall wurde gelacht, angefeuert und miteinander gefeiert. Das Sommerfest bot zahlreiche Gelegenheiten, gemeinsam schöne Stunden zu verbringen und den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Besonders beliebt war das Würstchenbraten, bei dem der Duft frisch gegrillter Bratwürste über das Festgelände zog.



Im Mittelpunkt des Tages standen die Begegnungen zwischen den Menschen. Das Sommerfest zeigte einmal mehr, wie wichtig Gemeinschaft, gegenseitige Wertschätzung und gemeinsame Erlebnisse sind. Die ausgelassene Stimmung und die vielen fröhlichen Gesichter machten deutlich, dass sich die mühevolle Vorbereitung mehr als gelohnt hatte.

Die HPH Querfurt bedankt sich herzlich bei allen Mitarbeitern, Helfern und Unterstützern, die mit ihrem Engagement zum Gelingen des Sommerfests beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt allen Gästen, die diesen Tag mit ihrer guten Laune bereicherten.

Die 3. Teilhabekonferenz
Halle - Saalekreis 2026 in Halle
setzt Zeichen für mehr Teilhabe

Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ fand in Halle am 24. Juni 2026 die 3. Teilhabekonferenz Halle - Saalekreis statt.



Zahlreiche Beschäftigte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sozialverbänden sowie Angehörige nutzten die Veranstaltung, um über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Inklusion zu diskutieren.

Im Mittelpunkt der Teilhabekonferenz standen die Themen berufliche Teilhabe, Selbstbestimmung und die Weiterentwicklung inklusiver Arbeitsangebote.

Mitarbeiter der Werkstätten betonten, dass Menschen mit Behinderungen nicht nur Unterstützung benötigen, sondern aktiv an Entscheidungen beteiligt werden müssen. „Inklusion gelingt nur, wenn Betroffene ihre Erfahrungen und Erwartungen selbst einbringen können“, lautete eine zentrale Botschaft der Veranstaltung.
Neben den fachlichen Diskussionen bot die Teilhabekonferenz auch Raum für persönliche Begegnungen und Erfahrungsaustausch. Den gab es auch am Infostand unseres Büros für Leichte Sprache in guten Gesprächen und mit interessanten Anregungen.

Kulturelle Beiträge sorgten für ein abwechslungsreiches Programm und machten die Vielfalt der Fähigkeiten und Talente von Menschen mit Behinderungen sichtbar.

33. Sportfest für Menschen mit Handicap am 13.06.2026 in Merseburg





Übergabe der Trikotsätze

Die Firma Schumanns Raumausstatter und Malerbetrieb feierte ihr 35-jähriges Firmenjubiläum – ein Meilenstein, der nicht nur Anlass zum Feiern war, sondern auch genutzt wurde, um Gutes zu tun.

Seit nunmehr 35 Jahren steht Schumanns Raumausstatter und Malerbetrieb für hochwertiges Handwerk, regionale Verbundenheit und ein Gespür für Gestaltung. Das Unternehmen hat sich in Querfurt und der Region als zuverlässiger Partner für Innenausbau- und Malerarbeiten etabliert.

Mit seinem zehnköpfigen Team verwirklicht der Betrieb individuelle Projekte und schafft Räume, in denen sich Menschen wohlfühlen. Dabei spielen neben handwerklicher Qualität auch Kundennähe und Verlässlichkeit eine wichtige Rolle.

Ebenso selbstverständlich wie die tägliche Arbeit ist für die Geschäftsleitung und die Mitarbeitenden das soziale Engagement. Seit vielen Jahren besteht eine enge Verbindung zur Heilpädagogischen Hilfe in Querfurt, die Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag begleitet und fördert.

Anlässlich des Firmenjubiläums verzichtete das Unternehmen bewusst auf Geschenke und bat stattdessen Kunden, Geschäftspartner und Freunde um Spenden für die Heilpädagogische Hilfe. Die Resonanz war erfreulich.
Mit der Spende konnten Trikotsätze für die Fußballmannschaft angeschafft werden – ein Wunsch, der bereits seit Längerem bestand. Die neuen Trikotsätze in kräftigem Zinnoberrot stärken das Gemeinschaftsgefühl der Mannschaft und sorgen zugleich für ein einheitliches Auftreten bei Trainingseinheiten und Turnieren.

Die Freude bei den Spielern war riesig. Kein Wunder also, dass die Übergabe der Trikotsätze zu einem emotionalen Moment wurde, der zeigt, wie sehr ein Miteinander große Wirkung entfalten kann.

Das Jubiläum wurde so nicht nur zu einem besonderen Ereignis für das Unternehmen, sondern auch zu einem Zeichen gelebter Verantwortung für die Region.

Die Heilpädagogische Hilfe Querfurt e.V. bedankt sich recht herzlich für die wunderschönen Trikotsätze.

Zwei Grundbildungskurse - neu in diesem Semester

Unterrichtsanfang. Wie jedes Mal zu Beginn gibt es ein bisschen Small Talk zum Aufwärmen und Wohlfühlen. Heute sitzt Marcel mit seinen fünf Mitstreitern vor mir mit angestrengten Sorgenfalten auf der Stirn und traurige Augen. Ganz unvermittelt sagt er in die Runde: „Es macht mich verrückt, dass ich beim Schreiben immer so viel falsch mache.“

So etwas passiert nicht oft. Umso mehr haben mich seine, diese Worte sehr berührt. Wahrscheinlich war es Marcel gar nicht bewusst, was das für eine mutige Äußerung war. Denn ganz häufig habe Menschen mit wenig Grundbildung Angst, sich zu outen, schämen sich, öffentlich darüber zu sprechen.

Und nicht nur heute gibt es auch zu diesem Problem einen Gedankenaustausch in den zwei Kursen, die das Grundbildungszentrum für Erwachsene Halle-Saalekreis organisiert. In unserem Unterricht, der wöchentlich stattfindet, geht es also nicht allein nur um das Lesen und Schreiben.

Wichtiger noch erscheint die Möglichkeit, durch mehr Lebens-Verständnis die zwölf Teilnehmer zu größerer Sicherheit im Alltag zu befähigen. Wie viel wäre gewonnen, wenn sich Marcel, Christine, Patrick und all die vielen anderen für die Schlagzeile in der Tageszeitung mit Verständnis interessieren, ihr Handy gut beherrschen, ihren Arzt verstehen oder beim Einkaufen eigenständig entscheiden können. Es bedarf so vieler Dinge, um in unserer immer komplizierter werdenden Arbeits- und Lebenswelt zurechtzukommen. Chancengleichheit, Teilhabe, Inklusion, allenthalben zitiert, sind komplex in der Umsetzung und wahrhaft ein weites Feld.

Und noch etwas erscheint mir wesentlich, erwähnt zu werden:
Von Marcel und seinen Mitstreiter können WIR, die wir uns nicht als „Betroffene“ definieren, so Manches lernen. Nunmehr arbeite ich seit vielen Jahren mit Menschen mit einer Lernbehinderung. Und stets aufs Neue erfüllt es mich mit Freude und Erstaunen bei meiner Arbeit zu erleben, mit welchem Respekt, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit sich meine Kursteilnehmer begegnen.

Mit Eifer und Konzentriertheit folgen sie dem Geschehen in IHRER Unterrichtsstube -und das freiwillig, nach getaner Arbeit in der Werkstatt.

Und Heiterkeit wird bei uns groß geschrieben- und das nicht nur auf dem Papier, orthografisch exakt.

Marcel weiß, er wird nie als universell geschulter Germanist Karriere machen. Aber er weiß auch, er hat Menschen an seiner Seite, denen er vertrauen kann, die ihm helfend unterstützen auf seinem guten Weg.

Und als Marcel am Ende unseres Kurses den Raum verlässt, ruft er mir beim Verabschieden noch lachend zu: „Mach`s gut, Uli, nächstes Mal schreibe ich die falsch geschrieben Wörter richtig an die Tafel…“

Ulrich Grunewald
Dozent

Zweite Teilhabekonferenz in Halle

Unser Büro für Leichte Sprache „Klartext“ war als
Multiplikator dabei.

Engagierte Menschen mit und ohne Behinderungen haben sich am 4. Juni 2025
zur 2. Teilhabekonferenz zusammengefunden.
Die Konferenz richtete sich an alle Interessierte, Fachkräfte sowie Betroffene, die sich für Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe einsetzen oder sich informieren möchten.

So könnte der übergeordnete Leitgedanke dazu durchaus so formuliert werden: „Nicht über uns ohne uns.“ Und weil der der weiteste Weg mit dem ersten Schritt anfängt, ist man insofern mit einer
2. Konferenz schon ein gutes Stück auf der langen Wegstrecke vorangekommen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Örtlichen Teilhabemanagements der Stadt Halle, des Örtlichen Teilhabemanagements des Landkreises Saalekreis sowie der Landesfachstelle für Barrierefreiheit Sachsen-Anhalt. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops sind beispielsweise: Brandschutz und Barrierefreiheit, Barrierefreiheit und Denkmalschutz im öffentlichen Raum, der Umgang mit Demenz und Abbau kommunikativer Barrieren, Teilhabe und Chancengleichheit für Erwachsene durch Grundbildung oder Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag Themen.

Ein wesentliches Ziel der Veranstaltung ist es zu sensibilisieren, dass Behinderung als normaler Bestandteil menschlichen Lebens und als kulturelle Bereicherung gesehen wird. Dabei geht die Forderung an Staat und Gesellschaft, die Integration von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen voranzutreiben.

Darüber hinaus sollte die Veranstaltung wichtige Impulse geben für die Umsetzung der regionalen Aktionspläne, deren gemeinsames, übergeordnetes Credo lautet:

Der Gedanke der Inklusion muss in allen Bereichen des Lebens selbstverständlich werden. Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen müssen abgebaut werden.

Alle Menschen sollen in einer respektvollen Gemeinschaft leben können.
Als erste Rednerin sprach Katharina Brederlow ein Grußwort. Sie ist Beigeordnete für Bildung und Soziales der Stadt Halle.

Frau Brederlow stellte dabei die Frage nach der künftigen Bedeutsamkeit künstlicher Intelligenz und sprach darüber, dass Generationen, die immer älter werden, in Zukunft auch einen höheren Bedarf an Barrierefreiheit haben.

Karina Arndt, Leiterin der Stabsstelle Soziale Steuerung im Landkreis Saalekreis, formulierte als ein zentrales Thema die gleichen Möglichkeiten der Teilhabe, ob in der Stadt oder auf dem Land.

Sven Niklas kam aus Berlin von der Bundesfachstelle für Barrierefreiheit und erläuterte wesentliche Eckpunkte des Barrierefreiheitsgesetz, das ab Juli 2025 verpflichtend ist und in seiner Umsetzung weitreichende Handlungsebenen berührt.

Das heißt unter anderem, dass Unternehmen, die im Gesetz genannt sind, als Wirtschaftsakteure verpflichtet sind, die genannten Produkte und Dienstleistungen barrierefrei anzubieten.

Unser Büro für Leichte Sprache „Klartext“ gehörte ebenfalls zu den geladenen Gästen. Und weil Inklusion und Teilhabe nur funktionieren, wenn auch (Sprach-)Barrieren beseitigt werden, gab es am Rande der Veranstaltung an unserem Stand einen regen Erfahrungsaustausch und viele Fragen.


Ulrich Grunewald

Hoffest der Agrargenossenschaft Querfurt

Am 14. Juni 2025 führte die Agrargenossenschaft Querfurt bei allerschönstem Sonnenschein ihr Hoffest auf ihrem Betriebsgelände in Gatterstädt durch.

Ein buntes Programm wurde angeboten. Ob Groß oder Klein, jeder kam auf seine Kosten. Regionale Spezialitäten erfreuten den Gaumen. Betriebsführungen, Technik zum Anfassen und Stallführungen gewährten einen Einblick in die Arbeit der Agrargenossenschaft.

Das Jugendblasorchester Querfurt rundete den Nachmittag mit ihren musikalischen Darbietungen ab.

Wir danken der Agrargenossenschaft Querfurt, dass wir als Heilpädagogische Hilfe Querfurt e.V. mit einem eigenen Stand unsere Arbeit vorstellen und die von uns in der Werkstatt gefertigten Artikel anbieten durften.

Natürlich reisten auch unsere Bewohner mit einem großen Reisebus an, um einen wunderschönen Nachmittag zu verbringen. Der Stand des Kleintierzuchtvereins G 40 EV Esperstedt zog unsere Bewohner wegen der kleinen Fellnasen magisch an.